Kapitel 3: Eskalation in der Quelle.

Blanca verließ das Museum und wollte gerade ihr Hoverboard aufklappen, als sie sich anders entschied. Sie war noch viel zu aufgewühlt um sich jetzt schon mit Mike zu treffen. Sie waren verabredet um ihre Ergebnisse abzugleichen. Sie hatten schon lange keinen gemütlichen Abend mehr gemeinsam verbracht, in letzter Zeit hatte sich so vieles getan. Sie wollte in diesem Gemütszustand noch in den Feierabend gehen und schickte ihm eine kurze Nachricht übers Legpad, dass sie sich ein wenig verspäten würde. Dann suchte sie sich einen Aufstieg aufs Dach. Sie kletterte hoch, bis sie ganz oben auf dem Museum angekommen war. Eigentlich war es ja nicht EIN Museum, es waren ja alle Museen der Stadt in diesem Komplex untergebracht. Jedes Museum auf einer eigenen Etage. Mit einem blöden Direktor an der Spitze. Wenn sie daran dachte, dass er sein Büro vermutlich direkt unter ihren Füßen hatte, hätte sie sich am liebsten übergeben.

Oben auf dem Dach war sie viel zu selten.

„Ein Tag der seltenen Gelegenheiten.“ dachte sie. Sie suchte sich einen geeigneten Platz und lehnte sich an. Sie sah hinaus aufs Meer. Durch die nass gespritzte Acrylglaswand, die ganz Usguard umgab, hatte man nicht den romantischsten Ausblick aufs Meer, aber ergreifend war es immer wieder. Nichts als Wasser, um die ganze Stadt. Soweit das Auge reichte. Was mochte da draußen nun sein? Was wohl mit allen Unprivilegierten passiert war? Gab es Überlebende? Hatten sich wieder Tiere angesiedelt? Tiere mit zwei oder mehr Köpfen vielleicht, wie man das aus alten Katastrophenfilmen kannte.

Der Wellengang war stark, wie immer um diese Jahreszeit. Die Dämmerung hatte schon eingesetzt und vom Süden her funkelte noch das Licht der untergehenden Sonne. Blanca drehte sich um und sah in Richtung Stadt. Keine Glaswand versperrte ihr in dieser Richtung die Sicht, und Usguard zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Glitzernde Lichter, Bewegung wo hin man schaute, die schaukelnden Sessellifte, die irgendwelche Menschen irgendwo hin brachten, die Usguarder, die zwischen den Wohncontainern herumwieselten und zwischendurch immer wieder Einsatzleute, die auf ihren Hoverboards mit schnellem Tempo unterwegs waren. Doch auch die vielen Lichtquellen und der noch immer hohe Technologiestandard konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Putz der Stadt abzubröckeln begann.

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Heuer wird Usguard 50 Jahre alt.

Die Stadt selbst war natürlich schon älter, Baubeginn war 2023 und die ersten Freiwilligen besiedelten die Stadt schon vor 57 Jahren, aber Schotten dicht hieß es genau vor 50 Jahren. Da trat der Erdnotfallplan in Kraft und beinahe 250.000 Auserwählte durften in die letzte Stadt der Welt übersiedeln. Und das sah man der Stadt auch an. Sie war geflickt und repariert und nichts mehr war wirklich neu.

Blanca liebte diese Stadt und sie hätte nirgends anders sein wollen. Sie war ihr zuhause, sie war hier geboren und aufgewachsen.

„Apropos“ dachte sie. „Und meine Freunde sind auch hier. Und einer davon wartet vermutlich schon auf mich.“ Sie holte einmal noch tief Luft, die Luft war kühl und feucht und das Durchatmen machte ihren Kopf frei und befreite ihre Atemwege.

Der idiotische Museumsdirektor war kurzzeitig vergessen.

Sie verließ das Museumsdach über den gleichen Weg, auf dem sie gekommen war, klappte jetzt endlich ihr Hoverboard auf und düste zur Quelle, wo sie sich mit ihrem Partner Mike treffen wollte. Es war eines der Untergrundlokale, das illegal betrieben wurde, in das man nur durfte, wenn man jemanden kannte, in dem auch starke alkoholische Getränke ausgegeben wurden. Es wurde vom System zwar geduldet, aber eine Garantie auf Straffreiheit hatte man weder wenn man dort arbeitete, noch wenn man dort Gast war.

Er saß schon an einem Tisch in der Quelle und unterhielt sich angeregt mit der Kellnerin, als Blanca eintraf. Die beiden begrüßten sie.

„Was nimmst du?“ fragte die Kellnerin.

„Was nehme ich?“ fragte Blanca Mike und bat ihn, für sie zu bestellen.

„Sie bekommt das gleiche wie ich. Und bring mir auch gleich noch eins.“

Mike lag schon ein Getränk vorne.

Die Kellnerin verschwand und Blanca rügte Mike: „Na, du schäkerst ja ganz schön rum, du bist doch vergeben. Was würde Eve sagen, wenn sie das wüsste?“

„Hallo Biene, schön dass du da bist. Ich freu mich auch dich zu sehen.“ Mike war nur dann nett, wenn er es nicht so meinte.

Die Kellnerin kam zurück und brachte eine Schale mit Gel, 2 Löffel und eine Flasche Wasser.

„Viel Spaß damit.“ Sie zwinkerte Mike zu und ging wieder davon Blanca merkte das und schüttelte den Kopf. Mike ignorierte es und mixte erst Blancas und dann seinen Drink etwas stärker und die beiden prosteten einander zu.

Blanca nahm einen großen Schluck des Getränkes, das Mike bestellt hatte.KTEE2543

„Hmmm lecker. Was ist das?“

„Was Neues, sie nennen den Drink <Elements>. Ein Cocktail aus Rum-, Zitronen- und Ananasaroma, roten Farbstoffen, Alkohol und ganz speziell: Muskatnussaroma. Dieses Aroma haben sie ganz neu synthetisiert, dürfte ziemlich teuer sein. Aber für dich ist mir nichts zu teuer.“ Auch er prostete Blanca zu und erkundigte sich nach ihrem Befinden.

„Wie geht’s dir denn so? Alles OK bei dir? Körperschmerzen?

„Ach es geht so, Dankeschön. Es wird wieder. Schmerzen hab ich schon noch hin und wieder, aber es wird immer besser. Heute hat mir der Museumsdirektor ziemlich fest auf den Rücken geklopft, da dachte ich, ich wird nicht mehr. Aber alles wächst nach und nach zusammen. In einem Jahr wird man kaum noch etwas kennen. Bis auf die da. Dass da etwas nicht stimmt, wird man immer sehen.“ Sie fuchtelte mit ihrer Prothese vor Mikes Nase herum.

„Apropos Direktor?“ fragte er endlich. „Wie ist denn dein Interview im Museum verlaufen?“

Blanca wollte gerade zu erzählen beginnen,

als 5 Neobioten hereinkamen.

Sie beachteten sie nicht, und gingen an Mike und Blanca vorbei. Sie suchten sich eine dunkle Ecke und zogen den Vorhang hinter sich zu, ein Zeichen dafür, dass die Kabine besetzt war und sie nicht gestört werden wollten. Für die Kellnerin ein Zeichen, dass die Getränke von der Bar geholt würden. Den Umsatz des Tisches konnte sie beobachten und so sichergehen, dass sie sich nicht nur hier trafen, sondern auch genug konsumierten.

Sie schauten sich an. Normalerweise zeigten sich Neobioten nicht gerne in der Öffentlichkeit. Doch Mike und Blanca waren außer Dienst und hatten nicht das geringste Interesse daran jetzt jemanden zu verhaften. Sie hätten selbst eigentlich nicht in dieser Bar sein dürfen und konnten froh sein, auf keine Kollegen zu treffen.

Blanca zuckte mit den Schultern und wollte endlich ihre Erlebnisse schildern, als sie von der Bar drei Typen daher stolpern sahen. Sie waren sichtlich betrunken und auf Streit aus. Doch sie gingen an Blanca und Mikes Tisch vorbei, steuerten geradewegs auf die besetzte Kabine zu und rissen den Vorhang weg.

„Wenn das nicht so Neobioten-Loser sind. Ihr scheiss Wissenschaftsterroristen. Ihr haltet euch wohl für besonders schlau. Wir forschen und ihr verkauft einfach euren Nichtsnutzen Dreck an ahnungslose Menschen, denen mit echter Medizin wirklich geholfen werden könnte. Was glaubt ihr, wer ihr seid, euch über Wissenschaft hinwegsetzen zu können.“

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Einer der Randalierer warf seinen Drink direkt in die Kabine.

Ein Neobiot stürzte aus der Kabine auf ihn zu und packte ihn am Hals. Die anderen wollten ihn zurückhalten. „Nicht Ramos, lass ihn. Zahlt sich doch gar nicht aus.“

„Ah, Ramos heißt du. Ramos ist wohl der Starke von euch. Was ist Ramos. Wollen wir uns dann draußen noch treffen? Wäre doch gelacht, wenn wir Wissenschaft gegen Alternativmedizin nicht einmal von Mann zu Mann klären könnten.“

Das ging seinen Freunden sichtlich zu weit, sie wollten die Situation wieder deeskalieren. Doch es war schon zu spät. Flori stürmte schon von der Bar her und begann herumzubrüllen.

„Was ist mit euch Idioten?

Verschwindet aus diesem Lokal

und kommt nicht mehr her. Wir haben eure IDs, ihr werdet hier nicht mehr bedient. Hier kann jeder trinken und sich entspannen, so lange er sich zu benehmen weiß. Und das wisst ihr offensichtlich nicht.“

Regelrecht angepisst verließen die 3 das Lokal, die beiden unbeteiligten sauer auf ihren Freund, dem sie den Rauswurf verdankten.

Blanca hatte unauffällig Fotos gemacht, für Ermittlungen war es nie schlecht, die auffälligen Privilegierten zu kennen. Sie wollte sich wieder zu Mike wenden um endlich mit ihrer Geschichte zu beginnen, als sie den Museumsdirektor mit seinem Assisstenten hereinkommen sah.

„Also das gibt’s doch nicht.“ Stammelte sie und blickte sich hilflos um. Auf die Toilette konnte sie nicht flüchten, da hätte sie direkt am Direktor vorbei müssen.

Mike sah, wie seine Kollegin zusammenzuckte und nach einer Fluchtmöglichkeit suchte. „Was ist denn los? Was zum Teufel ist denn heute im Museum passiert?“ fragte er sie.

„Erzähl ich dir später, ich will nur nicht, dass er mich sieht.“ Das blanke Entsetzen stand ihr ins Gesicht geschrieben und Mike zog sie unter den Tisch. Der Boden war schwarz, der Tisch war schwarz, das Lokal war nicht sehr hell beleuchtet, eigentlich hätte er sie nicht sehen dürfen.

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Der Direktor steuerte dennoch geradewegs auf Mike zu.

„Oh, schönen guten Abend, Herr Bright.“ Sagte er mit säuselnder Stimme und machte dazu eine seltsame Verdrehung, die vermutlich eine Verbeugung andeuten sollte. „Sie hier und vor allem so alleine hier?“

„Ach, es ist auch mal ganz gut, seine Ruhe zu haben.“ Antwortete Mike, zog sein Legpad aus dem Halfter und begann darauf herumzutippen.

„Ach wissen sie, Ruhe ist ja so gar nicht meines. Aber was erzähle ich ihnen, sie kennen mich.“ Gino Ventus machte sich an zu gehen, drehte sich aber noch einmal zu Mike um.

„Bevor ich es vergesse. Ich plane gerade eine neue Ausstellung über Entwässerungen und die Strafe des Systems. Ich möchte den Bürgern von Usguard zeigen, was Auflösungskapseln anrichten und stelle auch ein paar abgetrennte Körperteile und Reste von aufgelösten Körpern aus. Mit ihrer Kollegin, Frau Night verhandle ich gerade diesbezüglich. Wo mag sie wohl sein? Mein zukünftiger Schwiegersohn Lommy steckt hinter diesem Vorhang mit 4 seiner Freunde. “ Ventus deutete auf die Kabine, in der vorher die 5 Neobioten verschwunden waren. „Eigentlich hab ich einen recht guten Überblick darüber, wo sich für mich interessante Leute gerade befinden. Ich dachte auch Frau Night heute hier anzutreffen. Zu seltsam, dass sie nicht da ist. Sollten sie sie sehen, grüßen sie sie doch recht freundlich von mir.“

Mike beobachtete, wie sich Ventus einen Fotografen am Nebentisch schnappte. Er war ihm gar nicht aufgefallen. Alleine wäre er auch gänzlich uninteressant für den Reporter gewesen, aber

wenn der Museumsdirektor auftauchte, waren auch die Paparazzi nicht weit.

Diese Teleskopkameras waren auch wirklich wie verhext. Man zog den Stab einfach aus, auf dessen Kopf die Minikamera sitzt. Einfach in Position gebracht und am Legpad die richtige Einstellung gewählt. Man musste gar nicht mehr in die Richtung des Motivs schauen, das man fotografieren wollte. Die dünnen Sticks waren für andere so gut wie unsichtbar.

Der Assisstent vom Direktor forderte den Paparazzi auf, ihm das Foto zu schicken und es aus seinem Speicher zu löschen. Nach erfolgter Transaktion zeigte er dem Direktor das Bild auf seinem Legpad. Dieser schaute erst auf das Foto und dann zu Mike und sagte ganz laut: „Man weiß ja nie, wann man so etwas mal gebrauchen kann. Ich bin gar nicht sicher, ob meine gute Freundin Mina weiß, wo sich ihre Mitarbeiter in ihrer Freizeit so vergnügen.“

Ventus tippte sich mit Zeige und Mittelfinger der rechten Hand auf die Stirn und verabschiedete sich. Blanca lugte unter dem Tisch hervor und sah ihn gerade noch zur Türe raus das Lokal verlassen.

„Dieser blöde Arsch“.

Sagte sie. Mike war entsetzt. So derbe Worte hörte er normalerweise nie aus Blancas Mund. Er sah sie erstaunt an. „Auf diese Story bin ich jetzt aber echt gespannt.“ Er half ihr und zog sie wieder unter dem Tisch hervor.

„Der wusste zu hundert Prozent, dass du da unten hockst. Hast du dich etwa mit dem angelegt? Du weißt was für ein übler Kerl das ist. Mit dem Museumsdirektor ist nicht zu spaßen. Was hast du denn mit ihm gemacht?“

Blanca erzählte Mike von dem unverschämten Wunsch und der Drohung des Direktors.

„Weißt du eigentlich wo der Arm abgeblieben ist? Nicht dass ich es dem Direktor überlassen würde, aber ich hab mich eigentlich nie drum gekümmert. Wo wird denn das Teil seit der Amputation aufbewahrt?“

„Nachdem du so lange außer Gefecht warst, haben wir es dem Duke zum Einlagern gegeben. Wie ich ihn kenne, verwahrt er ihn fein säuberlich, konserviert und gut verpackt. Aber ich frage mal Eve nach und sag dir Bescheid.“

Blanca und Mike kamen zu dem Entschluss, dass sie das lieber früher als später machen sollten, denn wenn der Direktor seine Drohung wahr machen würde, war

der Arm in Gefahr und damit auch jene, die auf ihn aufpassten.

„Jetzt haben wir den Salat. Er erpresst dich auch noch, damit er mich weich kriegt. Wenn er dich verpetzt, wirst du in den Innendienst versetzt. Und deine Sonderbehandlung kannst du vergessen.“ Blanca war besorgt.

„Aber geh. Was soll er mir den tun. Ich bin der Liebling von Mina. Du weißt schon: Der Protektor der die Insel gerettet hat. Soll er sich doch über mich beschweren, es wird nichts passieren. Das halte ich schon aus.“ Mike tat gleichgültig.

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„Irgendwann hast du all deine Boni verspielt. Erst das Motorrad als Belohnung, dann darfst du dein Haar stehen lassen. Sie sehen drüber hinweg, dass du beim Dealer einkaufst und nun sollen sie auch ignorieren, dass du dich in illegalen Bars herumtreibst. Übertreibe es bitte nicht, irgendwann ist alles ausgereizt.“ Blanca mahnte Mike zur Vorsicht und er beschwichtigte.

Sie mixten sich noch eine Runde Getränke und starteten endlich damit, ihre Ergebnisse des Tages abzugleichen. Blanca erzählte ihm von dem wenig ergiebigen Gespräch mit einem gewissen David Hayden, einem Kunden des Dealers. Er hat vor etwa einer Woche Wasser beim Opfer gekauft.

„Hat sich das ganz schön was kosten lassen, wollte seine neue Flamme damit beeindrucken. Ich muss noch sein Alibi checken, aber er sagt, er hatte diese Woche Schicht, war dann täglich in einem Weiterbildungskurs und hat dann jede Nacht bei seiner neuen Freundin verbracht. Wenn das stimmt, kann er es fast nicht gewesen sein.

Er gab mir aber einen weiteren Namen: Noah Todd.

Mit ihm sollen wir auch sprechen, er ist Wissenschaftler und war angeblich auch Klient von Fusar.“

„Der Don hatte in letzter Zeit ganz schön viele Kunden. Normalerweise hat er nicht so viel angenommen. Er ist unvorsichtig geworden. Scheint er hat für irgendetwas viel LOB gebraucht. Was wollte er sich wohl damit kaufen?“ Mike kannte den Don, er wusste, wie schwer es war, als Kunde von ihm angenommen zu werden. Normalerweise war der Kundenstamm ein kleiner ausgesuchter Kreis. Im Moment hatte er den Eindruck, dass die ganze Insel beim Don gekauft hat.

„Der Chip von David sitzt auf jeden Fall unter seiner Haut dort, wo er hin gehört, ich hab´s gecheckt. Er ist nicht verletzt. Ich bin also sehr sicher, dass David dort war, wo auch sein Chip war. Ich denke wir können ihn schnell als Verdächtigen ausschließen. Jetzt du. Was ist am Tatort gewesen? Los erzähl?“ Blanca nuckelte wieder an ihrem Drink und lauschte Mikes Schilderungen.

„Nun, Rudy Fusar ist wohl seit 6 Tagen tot. Er hat schon ziemlich schlimm ausgesehen, er war ziemlich verwest. Er hatte einen Schnitt in der Kehle, der ihm aber nach seinem Tod zugefügt worden sein muss, es war kaum Blut in der Wohnung, das Herz hat also schon nicht mehr geschlagen, als ihm die Gurgel durchtrennt wurde.

Auf jeden Fall aber war es Mord.“

Gut, also haben wir den Beweis. Woran ist er dann gestorben, wenn nicht an der durchtrennten Kehle?

Das Programm meint, er sei erstickt. Er war aber weder erhängt noch erwürgt worden, Zungenbein und alles ist in Ordnung. Wir klären das noch. Was seltsam ist, ist, dass jemand seine Heizung in der Wohnung abgestellt hat. Es war deutlich kühler, als es sein dürfte, es war auch ziemlich staubig. Hab ich gleich gemerkt, weil ich andauernd niesen musste. Ich schnupfe ja jetzt noch herum, und das obwohl ich mir schon eine Injektion gesetzt habe.

Blanca klopfte Mike auf die Schulter. Sie wusste, wie sehr er an seiner Allergie litt. Jede Attacke machte ihm deutlich, dass er anders war, als jeder andere hier in der Stadt.

„Ist das nicht gefährlich, wenn du Injektion und Alkohol gleichzeitig nimmst? Wenn du zusammenbrichst, kann ich dich nicht nach Hause tragen.“

Mike beschwichtigte. „Mach dir keine Sorgen, ich hab damit schon Erfahrung.“ Er zwinkerte ihr zu.

Blanca glaubte ihm und spendierte die nächste Runde.

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