Kapitel 5: Die Schwarzlichtlampe zeigt Unglaubliches….

Die Liste der Verdächtigen war überschaubar:

David Hayden, Noah Todd, ein paar Klienten, seine Ex-Frau, die Nachbarn, von Freunden und Verwandten wusste man nicht viel, ein Zulieferer aus dem Neobioten-Milieu. Sie sahen gerade die Aufzeichnungen der e-eyes durch, die ungefähr mit der Zeit des Mordes zusammenpassten.

„Wir müssen die Flure auch überwachen lassen. Wir wissen nur wer in das blöde Haus rein und wieder raus ging, nicht aber wer in seine Wohnung ging. Wie einfach könnte das sein, wenn in den Gängen e-eyes installiert worden wären.“ Blanca schimpfte vor sich hin. Sie hasste diese stupiden Schreibtischjobs, viel lieber war sie draußen in der Stadt unterwegs.

„Sei doch nicht so grantig. Wo sollen wir denn die vielen e-eyes hernehmen? Ist doch verwunderlich, dass überhaupt so viele Einheiten installiert werden konnten und wir können froh sein, dass die Techniker es schaffen, wenigstens die aktiven so gut es geht am Betrieb zu erhalten. Neue e-eyes? Wo denkst du hin? Außerdem sei froh – wir werden doch ohnehin schon an jeder Ecke beobachtet, willst du bis vor deine Haustiere von den Scheiß Snoopern verfolgt werden? Du weißt doch gar nicht, wie viele Spanner da dabei sind. Also als Frau würde ich froh sein, dass es nicht so viele Überwachungseinheiten gibt.“

Blanca nickte und schrieb die Liste weiter.

„Nachbar, Nachbar, der wohnt auch im Haus, Amy die Frau von Helgor.“ Blanca hielt inne.

„Na, was hat denn die in dem Haus zu schaffen?“

„Schreib sie einfach auf die Liste.“ Forderte Mike sie auf.

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„Ja sicher. Ich musste nur grade an Helgor denken. Wo er wohl untergekommen ist?“

Sie teilten die Liste der Verdächtigen unter sich auf und wollten am nächsten Tag einen nach dem anderen abklappern und abklopfen. Oft erfuhr man in diesen Gesprächen so vieles was hilfreich war. Richtig Erfahrung im Mordfall lösen hatten sie beide nicht, denn viele Morde gab es in Usguard nicht. Durch die zwanglosen Beziehungen gab es kaum Eifersuchtsdramen, so etwas wie Geld gab es auch nicht, Besitz hatte auch nicht wirklich jemand und vor allem konnte man sich nicht viel drum kaufen oder eintauschen, wenn man jemanden beklaute. Also wer sollte hier wen töten. Es war schon etwas ganz besonderes.

„Du Mike.“ Fragte Blanca sanft.

„Fährst du heute zufällig wieder zu Eve raus?

Kannst du mich bitte ausnahmsweise mal mitnehmen? Ich würde gerne den Duke auf meinen Arm ansprechen und ich hab mich dort so lange nicht blicken lassen. Ich wäre froh, wenn ich nicht alleine raus müsste. Und du hast einfach den besseren Draht zu ihm.“

Mike willigte ein und keine zwanzig Minuten später kamen die beiden bei den Varatos an. Eve freute sich schon auf Mike und der Duke war überrascht, dass Blanca ihn begleitete.

„Na, was für ein Vergnügen. Die Blanca lässt sich auch wieder einmal blicken.“

Blanca hatte nach dieser langen Zeit nicht mit so einer freundlichen Begrüßung gerechnet, eher mit Vorwürfen. Sie freute sich. Wenn sie das geahnt hätte, wäre sie schon längst einmal alleine hergekommen.

„Du Duke, darf ich dich bitte unter vier Augen sprechen, ich hätte da eine private Frage.“

Die anderen sahen sich verwundert an und zwinkerten dem Duke zu.

„Hmm. Geheimnisvoll ist die junge Frau. Na dann ziehen wir uns einmal zurück.“ Er nahm sie an den Schultern und schlenderte mit ihr davon.

Blanca erklärte ihm ihr Anliegen, erzählte ihm vom Museumsdirektor und dass er ihr Interesse an ihrer abgetrennten Gliedmaße geweckt hatte.

„Und warnen muss ich dich auch. Er hat Mike und mich enorm unter Druck gesetzt. Scheinbar will er den Arm unter allen Umständen. Er erpresst uns richtiggehend.“

Blanca berichtete vom Vorfall in der Bar.

„Mann, was für ein Arschloch. Na warte, wenn mir der unter die Augen kommt.“ der Duke reagierte zornig. Er hatte noch nie viel für die Usguarder Oberschicht übrig. Die privilegierten Privilegierten sozusagen. Mit so einer Story bohrte Blanca in offenen Wunden.

„Wenn er rausfindet, dass der Arm hier ist, wird er vielleicht versuchen, einzubrechen. Seid bitte vorsichtig.“

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Der Duke war nachdenklich. „Ich lasse ab sofort Patrouille gehen. Hoffentlich habt ihr sie nicht geradewegs zu mir geführt. Seid ihr verfolgt worden?“

Blanca war es peinlich, aber darauf hatte sie nicht geachtet.

„Das habe ich befürchtet. Vermutlich hockt er schon mit seinen Männern da draußen und überlegt sich, wie er am besten reinkommt.“ Blanca wäre am liebsten im Erdboden verschwunden. Dass gerade sie als Polizistin so unvorsichtig war, hätte echt nicht passieren dürfen. Aber es war nun mal zu spät.

„Darf ich ihn mir jetzt einmal ansehen. Wenn er das Ding unbedingt ausstellen will, muss ja irgendetwas an ihm dran sein.“

Der Duke nickte und verschwand, kam aber schon kurz darauf wieder mit dem Arm zurück.

„Whow. Das ging aber schnell. Und wie du den gut konserviert hast. Der sieht ja aus wie“ sie suchte nach einem Wort. „Wie neu kann man ja nicht sagen, aber du weißt was ich meine.“

„Sieh nur, ich hab da eine Idee.“ Der Duke hatte jede Menge Zeug mit.

„Wir bauen dem Arm einen kleinen Drehteller und stülpen Glas darüber. Dann sieht das aus, wie wenn er in einem Museum stünde.

Blanca freute sich. Sie packte den Arm aus und sah ihn an. Es war seltsam mit einer Prothese sein richtiges Körperteil zu halten.

Irgendwie grausig. Wiedermal.

Der Duke war ein geschickter Bastler und im Nu hatte er das kleine drehende Podest fertig. Sie unterhielten sich und lachten und Blanca hatte sich seit langem nicht mehr so wohl gefühlt. Feierlich befestigten sie gemeinsam den Arm auf einer stehenden zarten Metallstütze. Duke stülpte den Glascontainer darüber und schaltete den Strom ein. Ein kleines Licht beleuchtete den Arm während er sich drehte.

Blanca stand auf und umarmte den Duke. So etwas machte sie nicht oft und es war ein Zeichen großer Verbundenheit. Der Duke wusste das und genoss die besondere Zuwendung.

„Danke. Danke sehr für deine Hilfe. Darf ich bitte ein bisschen hier sitzen und nachdenken?“

„Klar, bleib so lange du willst. Du kannst dich danach hier hinten aufs Ohr hauen wenn du möchtest. Dreh einfach den Strom wieder ab, wenn du gehst oder eben schlafen gehst. Gute Nacht.“ Der Duke verabschiedete sich um Blanca mit ihren Gedanken allein zu lassen.

„Gute Nacht.“ Antwortete Blanca, aber sie war mit ihren Gedanken schon ganz  wo anders. Sie ging weder weg noch schlafen und starrte die ganze Nacht nur auf das unheimliche Ding, das sich ganz langsam vor ihr drehte. Sie fand keinen Schlaf. Das machte aber nichts, denn sie hatte am nächsten Tag frei. Erst spät in den Morgenstunden schlief sie ein.

Als der Duke sie zum späten Frühstück weckte, strahlte die Sonne ausnahmsweise vom Himmel und es war ein wunderschöner Tag, den wollte sie ein wenig genießen. Sie spazierte ein wenig am Gelände der Freunde herum  und setzte sich in die Sonne. Doch dann ging sie wieder zurück in die finstere Werkstatt. Ihr gefiel die drehende Platte mit dem Arm drauf und sie wollte sich gerne noch einmal davor setzen und es einfach anstarren.

Sie nahm in der riesigen Industriehalle auf einem niedrigen Stuhl aus Metall Platz und holte sich zwei Kissen.

Man wollte es beim Starren ja gemütlich haben.

Im Gegensatz zu draußen war es in der Halle dunkel aber warm. In der Ecke, in die sich zurückgezogen hatte, war wenig los, in anderen Teilen der Halle sah sie ein paar Typen geschäftig diskutieren, mit Dingen klappern und experimentieren. Die Opposition war ein kleine Gruppe von Menschen, die sie früher noch gehasst hatte. Sie demonstrierten gegen Mina und das System, stellten Entscheidungen in Frage, demonstrierten und provozierten. Aber alles im Rahmen des rechtlich Möglichen. Sie mussten einem geregelten Leben nach gehen, wie alle anderen auch, hatten also Jobs und waren ins System integriert. Deshalb konnte ihnen Mina auch nicht an. Letztes Jahr bei der großen Explosion aber zogen Mike und Blanca mit der Opposition an einem Strang und befreundeten sich mit ihnen. Nachdem sie ihnen nichts Illegales nachweisen konnten, hatten sie auch nichts zu befürchten. Die Opposition hatte ihre Container zu einer riesigen Gemeinschaftshalle zusammengelegt und lebten in einer großen Gruppe, die sich alles teilte, alles gemeinsam machte, wie eine Großfamilie früher im Geiste der Hippies. Jene, die damals die Wände niedergerissen hatten, waren wegen Zerstörung von Systemeigentum hingerichtet worden. Sie galten als die Gründerväter der Opposition. Nachdem aber weder Material noch Werkzeug vorhanden waren, die Wände wieder einzuziehen, hatte Mina es so belassen und duldete die Lebensform der Opposition. Sie hatte wirklich größere Sorgen als diese kleinen Aufrührer.

Blanca dachte oft an die Ereignisse im letzten Jahr zurück. Oft kreisten ihre Gedanken um die Schmerzen, die sie hatte, wie schlecht sie von Mina behandelt wurde obwohl sie ihr immer treu ergeben war. Das Trauma über den verlorenen Arm hatte sie noch immer nicht ganz bewältigt. Doch schon nach kurzer Zeit hier war sie ganz in ihrer Mitte. Sie war total relaxt und folgte dem Drehteller, der ihren Arm präsentierte. Nach einigen Minuten fiel ihr auf, dass etwas fehlte. Sie suchte den Duke.

„Sag, habt ihr hier auch irgendwo Schwarzlichtlampen?“

Der Duke fragte nicht viel wofür und warum, das konnte Blanca gut an ihm leiden. Er nickte nur und sage: „Wollen wir mal schauen.“ Ganz unkompliziert.

Er machte sich auf den Weg zu einem Werktisch in der Mitte der Halle und begann in den vielen Laden zu kramen. Stolz konnte er schon nach wenigen Minuten einen Stift, ähnlich einem Kugelschreiber hochhalten, der auf Knopfdruck UV Licht spendete.

„Reicht dir das?“ fragte er.

„Ja.“ Blanca nickte begeistert. „Super. Genau was ich brauche.“

Er überreichte ihr den Stift und Blanca stapfte wieder auf Ihren Arm zu. Sie setzte sich auf ihren Sessel und schaltete die UV Lampe ein. Dann richtete sie den violetten Lichtstrahl auf den drehenden Arm.

Sie stutzte und sprang auf. Was war das? Wenn sie mit allem gerechnet hatte, nur nicht damit. Auf dem Arm stand etwas. Sie hatte das kürzlich erst gesehen, im Tattoo Museum. Das waren Schwarzlicht Tattoos. „Wer zum Teufel hatte in ihren abgetrennten Arm Schwarzlichtmotive tätowiert?“

Sie schaltete das Licht ab und setzte sich ganz knapp zum Arm. Sie drehte den Drehteller ab. Es war echt nichts zu sehen. Sie nahm den Arm runter und untersuchte ihn genau. Nichts zu sehen. Dann wieder mit Schwarzlicht. Und da waren sie. Überall.

Der ganze Arm war tätowiert.

Unfassbar. Sie zog ihr Legpad aus der Halterung und wollte gerade Fotos machen, als das Gesicht ihrer Chefin am Display auftauchte. Blanca las die Nachricht. Alle Systemmitarbeiter sollten sich unverzüglich in der Zentrale einfinden, es gab Neuigkeiten. Nur widerwillig brach sie auf. Hoffentlich konnte Mina etwas Sensationelles bieten, Denn das hier war nicht zu toppen.“

Nachdem sie sicher war, dass der Duke nichts dagegen haben würde, steckte sie den UV-Pen in ihren Rucksack. Sie stellte den Arm auf seinen Platz am Podest zurück und stülpte den Glascontainer wieder drüber, damit sich die Insekten nicht dran zu schaffen machten. Obwohl, das womit der Duke in konserviert hatte, würde ihnen vermutlich nicht schmecken. Da fiel ihr ein, sie hatte noch immer nicht genau herausgefunden, wie dieses Konservierungsverfahren funktionierte. Doch jetzt war keine Zeit dafür, sie verabschiedete sich kurz und so langsam sie gekommen war, so schnell verließ sie das Gelände der Opposition auf ihrem Hoverboard.

Alle fanden sich in der Halle mit dem beeindruckenden Ausblick ein und suchten sich ein freies Plätzchen. Mike und Blanca gesellten sich zu den anderen Protektoren, die lässig an der Wand links hinten lehnten. Sie waren die ranghöchsten Systemmitarbeiter, die über sich nur noch den Command Manager und den Coach hatten. Alle anderen Systemmitarbeiter waren in Teams strukturiert mit Teamleitern und Abteilungsleitern und hatten nicht so viele Befugnisse wie die Protektoren. Das Recht Privilegierte, die gegen Gesetzte verstoßen hatten, hinzurichten, hatten nur die Remover, aber auch die durften nicht selbst entscheiden, sondern mussten die Freigabe ihrer Führungskraft abwarten.

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Fast alle Mitarbeiter waren erschienen, nur die Vatari, die Dienst in Kontumaz schieben mussten, konnten nicht persönlich dabei sein. Aber selbst sie bekamen das ganze Spektakel auf ihre Legpads übertragen. Sogar die Mitarbeiter aus den Bereitschaftsdiensten und aus der Nachtschicht hängten noch ein paar Stunden an um sich Minas Ankündigung persönlich anhören zu können. Aus Erfahrung wussten sie, es war immer besser, dabei zu sein, als erst am nächsten Tag alles aus zweiter Hand oder aus Aufzeichnungen zu erfahren.

Mina war nochmals aus der Halle gegangen um sie förmlich wieder betreten zu können. In ihrem Gefolge ihre persönliche Assistentin und

ein unbekannter Mann.

Auf einmal ging ein Zucken durch Mikes Körper. Er erschrak richtiggehend. Er hängte sich bei Blanca ein und zog sie zu sich heran.

„Ich glaub´s ja nicht. Das ist mein Privatschnüffler. Das ist Titus Grab. Was hatte der denn auf Minas Bühne verloren?“ er klammerte sich richtiggehend an Blancas linken Oberarm. Blanca zog die Brauen zusammen, sah ihn an und machte mit der rechten Hand jene Handbewegung, die ihn fragen sollte, ob er verrückt geworden ist.

Mike bekam ein ganz flaues Gefühl in der Bauchgegend. Er hatte Grab sechzig Lob Einheiten bezahlt, damit dieser Nachforschungen anstellt und etwas über seine Vergangenheit rausfindet. Und bisher hatte er nichts von ihm erfahren. Und jetzt stand der Typ oben bei seiner Chefin. Was hatte das zu bedeuten?

Mina eröffnete ihre Rede und kurzer Applaus setzte ein.

„Schönen guten Morgen liebes Usguard Team. Ich freue mich, euch nach langer Zeit wieder einmal alle versammelt um mich zu haben. Leider machen wir das viel zu selten – uns alle einmal zu sehen. Das bringt mich schon zur ersten Änderung – wir werden wieder regelmäßig unsere Meetings abhalten. Es brodelt in der Gesellschaft und viele Maßnahmen müssen gesetzt werden. Wir werden Arbeitsgruppen einsetzen, Feedback einholen, Ziele definieren und Erfolge messen. Und das führt mich gleich zur zweiten Maßnahme.“

Man merkte, wie die Menge kurz entspannte und sofort wieder Spannung annahm. Jetzt kam die Ankündigung, auf die sie schon gespannt warteten.

„Wie Sie alle wissen, hat Herr Preston, den sie alle als meinen Coach kannten, eine wichtige Funktion im System wahrgenommen. Auch wenn er sich zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert hat, und wegen seiner Vergehen mit dem Tod bestraft werden musste, so war er mir doch über viele Jahre ein wichtiger Mitarbeiter, wertvoller Berater und nahestehender Freund. So jemanden ersetzt man nicht von einem Tag auf den anderen. Nun, nach einem komplexen Auswahlverfahren und …“

Mike konnte es nicht fassen.

Er starrte Blanca entsetzt an und quetschte erneut ihren Oberarm und flüsterte ihr ins Ohr:

„Sag bitte, dass jetzt nicht das passiert, was ich mir grade ausmale. Sie hat doch nicht etwa den bescheuerten Titus Grab als neuen Coach engagiert oder?“

Und in diesem Moment sagte sie es.

„…vielen Interviews und Assessments habe ich mich für diesen Herrn an meiner Seite als neuen Coach entschieden. Ich darf ihnen vorstellen: Titus Grab, der neue Systemcoach. Bitte nehmen Sie ihn herzlich in unsere Teamgemeinschaft auf.“ Mina applaudierte Titus zu und trat zur Seite um ihm das Zentrum der kleinen Bühne zu überlassen.

Die Systemmitarbeiter applaudierten nur verhalten und Titus Grab kam mit einem breiten gewinnenden Grinsen und winkend an Minas Seite. Ein Techniker kam angelaufen und fummelte an Titus Headset herum.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Vor allem mit euch Protektoren und dem Command Manager.“ Er nickte zu den an der Wand lehnenden Protektoren. Er hatte sich vorbereitet und wusste, wer wichtig war. Das wurde gut aufgenommen.

„Gemeinsam werden wir die Situation in der Stadt wieder deeskalieren und kontrollieren. Wir dürfen uns jetzt keine Schmerzen ersparen, sonst werden wir in Zukunft mehr Schmerzen erleiden. Wir dürfen uns jetzt nicht schonen. Es ist wichtig, die Lage schnell wieder zu beherrschen. Ich möchte heute noch ein Meeting mit dem Command Manager und dann im Laufe der Woche Vieraugengespräche mit jedem von euch. Ich will euch kennenlernen und eure Ideen. Und dann entscheiden wir, welchen Kurs wir einstellen. Ich werde euch dabei auch ganz bewusst in die Pflicht nehmen, das System wieder attraktiv zu machen und das Vertrauen der Privilegierten zurückzugewinnen.“

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„Bla bla bla bla. Schön reden kann er auch.“

Mike war ziemlich sauer auf seinen Privatschnüffler und ließ mit keinem Wort Zweifel daran aufkommen, dass er ihn nicht leiden konnte.

„Ich will gar nicht wissen, nach welchen Kriterien sie den wieder ausgesucht hat. Da kann sich die ganze Stadt wieder schön das Maul zerreißen.“

„Er sieht aber auch wirklich gut aus. Aber jetzt komm, reg dich wieder ab. Wir sind doch den ganzen Tag draußen unterwegs und unser direkter Boss ist der Command Manager. Wie viel haben wir schon mit dem Coach zu tun. Ganz egal wer auf dieser Position sitzt. Sie muss mit ihm glücklich werden. Und wenn sie entspannt ist, ist das gut für alle. Sieh es mal so.“ Sie nahm Mike und zog ihn von der beendeten Veranstaltung davon.

„Du gehst jetzt mal mit Eve schön zu deinen Eltern essen und ich fahre und verhöre Noah Todd. OK?“

Mike nickte. „Es ist das erste Mal dass ich eine Frau mit nach Hause nehme. Mann. Hoffentlich mach ich keinen Fehler. Magst du nicht mitkommen? Ich könnte Unterstützung gut gebrauchen.“

Blanca verneinte.

„Nein mein Lieber. Da musst du schon alleine durch. Macht euch einen schönen Abend. Deine Eltern sind super. Eve ist eine ganz liebe. Was soll da schon schiefgehen?“

Mike nickte wieder. „Danke“ murmelte er und ging davon.

 

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