Kapitel 9: Wem kann man vertrauen, wenn man niemandem vertraut?

Blanca überlegte hin und überlegte her.

Sollte sie sich wirklich an Mina wenden?

Mina war oft so aggressiv und unberechenbar in ihrer Art, vermutlich war sie die einzige Person auf der Insel, die noch nichts von Helgors unglaublicher Geschichte gehört hatte. Aber niemand wagte es, ihr etwas davon zu erzählen – nach dem Motto „don´t kill the Messenger“ – wer weiß ob es ihn nicht Kopf und Kragen gekostet hätte.

Sollte sie nun wirklich Mina um Hilfe wegen ihrem verlorenen Arm bitten? Würde es etwas bringen? Sie wusste, Mina war gut mit dem Museumsdirektor befreundet. Und sie selbst konnte nicht beweisen, dass der Arm erst bei der Opposition und nun gestohlen worden war. Und schon gar nicht, dass es der Direktor war, denn auf den Videos war ja jemand anderer zu sehen. Sie würde es also lieber bleiben lassen. Was hatte sie schon von einer zu erwarten, die sie vor erst einem Jahr gejagt und fast getötet hätte obwohl sie der Schützling ihres Vaters war also eigentlich eine Adoptivschwester. Aber Eifersucht ist etwas Schreckliches und statt dass Mina Blancas Fähigkeiten genutzt hätte, hat sie sie schikaniert und mies behandelt.

Also definitiv NEIN. Sie würde sie nicht um Hilfe bitten.

Blanca fasst ihren ganzen Mut zusammen und kramte den UV Stick heraus, den sie letztens vom Duke bekommen hatte. Schon lange wollte sie überprüfen, wie es um den Rest ihres Körpers bestellt war und heute war es so weit. Heute wurde nachgesehen. Sie dunkelte ihr Appartement ab und zog sich aus. Dann schaltete sie den Smart-Mirror an und stellte sich davor. Dann drückte sie den Schalter der Schwarzlichtlampe. Es war unvorstellbar.

Wunderschön, was da alles auf ihrem Körper abgebildet war.

Rauten und Quadrate, Flecken und gescheckte Muster. Im UV Licht sah sie aus, wie ein Raubtier aus vergangenen Tagen. Sie machte Fotos mit dem Smart-Mirror und fotografierte ihren Körper ab. Was waren das nur für Zeichen und wer konnte ihr helfen, das aufzuklären? Wie war das auf ihren Körper gekommen und wann und warum hatte sie bis heute nichts davon mitbekommen? Wen würde sie einweihen können? Fragen über Fragen. Und leider fehlte ein wichtiges Puzzleteil – der Arm. Sie war vorher schon traurig genug über den Verlust. Aber nun wird eine Aufklärung vermutlich ohne ihn nicht möglich sein.


Mike war endlich bereit,

sich dem noch ausständigen Gespräch zu stellen. Er liebte seine Eltern und sie waren wunderbar, aber dass sie ihm so lange die Wahrheit über seine Kindheit und Herkunft verschwiegen hatten, stand immer zwischen ihnen. Die bevorstehende Entwässerung seiner Eltern machte Mike sehr zu schaffen und mit negativen Gedanken und fehlender innerer Stärke wollte er ihnen nicht entgegentreten. Es war zu gefährlich, dass es zum Streit, zu Vorwürfen oder Vorhaltungen kommen könnte und das wollte er in den letzten Momenten, die sie noch gemeinsam hatten, nicht riskieren. Nichts durfte die Harmonie der letzten Begegnungen stören und deshalb hatten sie dieses Gespräch auch so lange vor sich hergeschoben. Aber nun musste es sein.

Er wurde schon erwartet und Gibbi und Andal öffneten gemeinsam die Tür. Das alleine zeigte ihm, wie aufgeregt sie waren, denn normal machte nur der Vater die Türe auf, während die Mutter noch hektisch etwas vorbereitete, herumräumte oder Ordnung machte. Heute aber standen sie ihm beide in der geöffneten Türe gegenüber und das verlieh der Situation eine wirklich unheimliche Stimmung.

„Ähh. Grüß euch. Beide auf einmal. Das ist….selten.“ Mikes Magen krampfte. Genau das hatte er vermeiden wollen. Er spürte richtiggehend wie Stresshormone seine Nieren verließen und ihn lähmten.

„Komm doch rein, Junge.“

Der Vater trat zur Seite um Platz für Mike zu machen. Die Mutter umarmte ihn noch schnell.

„Schön, dass du da bist Sohn. Setz dich.“ Sagte Gibbi mit Tränen in den Augen.

Mikes Magen wurde immer flauer und er war ganz und gar nicht mehr in seiner Mitte. Was hatte er heute zu erwarten? Auf ein so schlimmes Gespräch war er beim besten Willen nicht vorbereitet. Er spürte bereits einen Knödel in seinem Hals. Mist.

„Seit wann lässt du deinen Bart stehen?“

sein Vater Andal zeigte auf die ungewohnte Behaarung in Mikes Gesicht. „Erlaubt Mina sowas bei ihren Soldaten?“

„Es gibt kein Gesetz dagegen. Und Soldat bin ich ja auch keiner. Wir Protektoren sind doch in der Hierarchie ziemlich weit oben.“ Mike zuckte mit den Schultern. Als ob das jetzt wichtig wäre. Doch er wusste, sein Vater wollte nur Small Talk machen, um die Stimmung etwas zu lockern.

„Es gibt kein Gesetz dagegen, aber es gibt Gesetze dafür. Wie heißt es doch: Du sollst immer deine Tabletten nehmen. Und da gehört die Pille gegen Behaarung genauso dazu. Oder?“ unterstütze Gibbi ihren Mann. „Nicht, dass du dir etwas zu Schulden kommen lässt und Mina dich deshalb feuert.“

„Nein, Mam. Wegen einem Bart wird mich Mina nicht feuern.“ Mike rollte die Augen. Sie hatten so viel Wichtiges zu sprechen und nun war seine Gesichtsbehaarung Gesprächsthema Nummer eins. Wenn er daran gedacht hätte, hätte er den Bart noch vor dem Besuch weg gemacht. Aber wer dachte denn an sowas.

„Ihr wisst aber schon, dass ich von ihr vor 10 Jahren die Ehren-Medaille von Usguard bekommen habe für besondere Verdienste. Und das Motorrad. Das Haupthaar darf ich mir doch auch stehen lassen und niemand hatte etwas dagegen. Was soll das jetzt mit dem Bart? Haben wir nicht etwas anderes zu besprechen? Mam komm und setz dich endlich her.“ Mike wussste, dass die Eltern das in die Länge zögern wollten, doch er wollte es jetzt hinter sich bringen. Sonst kam es womöglich doch noch zum Streit, was es eben zu vermeiden galt.

„Apropos, was ist denn aus deinem Bike geworden? Du bist schon so lange nicht damit gefahren.“

„Es steht beim Duke. Das Radlager ist hinüber, und auch wenn der Duke echt gut im Reparieren von Dingen ist, das Teil kann er selbst nicht herstellen. Er sucht nach einer Lösung, aber das kann dauern. Falls es überhaupt noch was wird.“ Er verzog den Mund. Sein Motorrad fehlte ihm und das Gefühl in seiner Magengegend wurde durch die Erinnerung nicht besser.

„Aber nun endlich zum Thema. Was gibt es zu besprechen? Du hast doch gesagt, ich soll bald wieder vorbeikommen, weil ihr mir was sagen wollt, Pap. Also was gibt’s?“

Andal sah Gibbi an, runzelte die Stirn und nickte ihr zu. „Komm Gibbi, setz dich her.“ Zog den Sessel neben ihm vom Tisch weg und machte ihr Platz.

„Nun, in wenigen Tagen werden wir weg sein, wie du weißt. Wir haben lange überlegt, ob wir alles für dich aufschreiben sollen, ob wir ein Video aufzeichnen sollen oder ob wir jemand anderen die Botschaft überbringen lassen sollten. Der ehrlichste Weg aber ist es, dir die Sache persönlich zu erzählen. Auch wenn du uns die letzten Tage dann nicht mehr um dich haben möchtest, wir haben beschlossen, das zu riskieren,

damit du endlich die Wahrheit kennst.“

Andal griff nach Gibbis Hand und sah sie an. Gibbi übernahm und erzählte weiter.

„Du hast ja schon richtig vermutet, dass irgend etwas nicht stimmt. Du fragst dich dauernd, was mit dir nicht in Ordnung ist, und warum du von uns gar nichts hast. Weder von deinem Vater, noch von mir.

Nun, alles wissen wir selbst nicht, aber was wir wissen, möchten wir dir gerne erzählen.

Andal und ich waren 34 Jahre alt, als wir beschlossen, uns gemeinsam fortzupflanzen. Wir meldeten uns beim Fortpflanzungsportal an, und bekamen sehr lange keine Antwort. Wir fragten immer wieder nach und endlich, nach der vierten Erinnerung bekamen wir dann einen Bescheid. Allerdings einen negativen. Wir beide durften uns miteinander nicht fortpflanzen. Die Gefahr einer Degeneration des Babys wäre zu groß gewesen. Andal bekam ein paar Namen anderer Frauen genannt, die für ihn in Frage gekommen wären und mir wurden die Namen ein paar anderer Männer vorgeschlagen, mit denen ich ein Kind hätte haben können.

Doch wir sagten uns, wenn wir nicht mit einander dürfen, dann lassen wir es bleiben. Wir hätten so gerne beobachtet, was aus der Kombination unserer Gene entstanden wäre. So machten wir Platz für ein anderes junges Paar, das mehr Glück hatte, als wir.

Als wir uns endlich damit abgefunden hatten, kinderlos zu bleiben, erhielten wir eine Nachricht des Systems, dass Adoptiveltern für ein elternloses Kind gesucht würden. Es sei schon ein Jahr alt, aber wir könnten es aufziehen wie unser eigenes. Bei Erreichen des berufsfähigen Alters müssten wir es allerdings in die Dienste des Systems übergeben, es würde nicht die Möglichkeit haben, einen weltlichen Beruf auszuführen. Andal und ich überlegten lange. Immerhin waren wir nicht mehr auf Elternschaft eingestellt und hatten die Sache für uns schon abgeschlossen.

Wir machten dann folgenden Deal:

Nachdem schon so viel Zeit vergangen war, seit wir die Nachricht vom System erhalten hatten, sagten wir uns: Wenn die Option immer noch bestünde, dann packen wir die Gelegenheit beim Schopf. Wenn sie zwischenzeitlich schon andere Adoptiveltern für das Baby gefunden hatten, sollte es uns auch Recht sein. Und so machten wir es. Und wie du wohl ahnst, hatte sich niemand gemeldet, sonst würdest du jetzt nicht hier bei uns sitzen und unser Sohn sein.“

Beide sahen traurig zu Boden. Gibbi weinte und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg.

„Nun ein Teil der Geschichte fehlt noch. Wir haben natürlich Nachforschungen angestellt, sonst wären wir keine Wissenschaftler. Und über viele Freunde und unterschiedliche Ecken erfuhren wir, dass ein paar Monate davor ein Kind in einer Metallkapsel aus dem Wasser gefischt worden war. Es wurde gemunkelt,

dass du ein Kind von Resterde seist.

Wir wollten vermeiden, dass du Nachforschungen anstellst. Wir hatten Angst, du würdest uns für unser Zögern hassen, dafür, dass wir lange mit uns gehadert haben. Wir hatten ganz einfach Angst vor allem.“

Mike war aufgewühlt. Er musste das erst verarbeiten. Aber es war endlich überstanden und die Wahrheit war raus. Er wollte sich richtig verhalten, keine emotionalen Diskussionen verursachen. Deshalb stand auf und trat hinter seine Eltern und umarmte sie. „Das ist doch gar nicht schlimm. Wovor habt ihr denn Angst? Das hättet ihr schon viel früher sagen und nicht diese Angst und dieses Geheimnis so lange herumtragen müssen.“ Aber auch Mike wurde traurig und wendete sich ab.

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„Wie lange habt ihr jetzt noch?“

„Gerade noch 12 Tage. Nicht mehr viel Zeit, um euch zu helfen bei was auch immer. Wir würden dir und Blanca so gerne zur Seite stehen, in was seid ihr denn nur hineingeraten? Junge lass uns helfen. So haben wir noch etwas zu tun und sind ein wenig abgelenkt.“ Gibbi sah Mike sanft an und massierte ihm die Schultern. Mike nickte. Er konnte das verstehen.

„Wie geht es euch so? „Damit“ meine ich? Denkt man da den ganzen Tag dran? Seid ihr traurig? Fragte Mike.

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht belastet. Und ich denke oft daran. Aber ich habe keine Angst. Ich schaue mit Stolz zurück. Und ich kann dich mit Stolz ansehen. Ich würde alles genau so wieder machen und ich bereue nichts. Was gäbe es schon zu bereuen? Ich gehörte zu den Privilegierten, die hier leben durften.“

„Also es sind gemischte Gefühle. Ich bin froh, dass ich mit deiner Mutter gemeinsam gehen darf. Sie haben unsere Tage zusammengelegt.“ Andal sah Gibbi an und sie lächelten. „So wird es leichter und keiner muss trauern. Und du darfst auch nicht trauern. Versprich uns das.“

Mike verzog die Mundwinkel. „Seid nicht komisch. Wie soll ich versprechen nicht zu trauern. Was wäre ich da für ein Sohn?“

 

Es klingelte an der Türe.

„Lustig, genauso wie beim letzten Mal. Wir erwarten niemanden. Wer kann das sein?“ Gibbi sah ihren Mann Andal fragend an.

„Witzig wär es, wenn es wieder die Blanca wär.“ sagte Mike. Aber in besserer Verfassung als beim letzten Mal.

Andal öffnete und tatsächlich stand Blanca in der Türe. Sie schnaufte, als ob sie den ganzen Weg hergerannt wäre.

„Ich muss euch etwas unglaubliches erzählen. Darf ich reinkommen? Oder, ähm störe ich?“ Sie lugte vorsichtig ins Zimmer ob außer Mike und seinen Eltern niemand da war.

„Klar.“ Andal trat zur Seite und bat Blanca herein. Sie setzte sich zu ihnen an den Tisch.

„Ich würde euch aber davor gerne noch etwas zeigen. Entschuldige Mike, aber ich wusste, dass du heute da bist und ich brauch euch alle drei.“

Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass es für alle ok war, bat Blanca Andal, die Wohnung zu verdunkeln. Sie zog am Dekolletee ihren Anzug etwas hinunter und Mike johlte. „Hey Blanca. Was wird das denn?“

„Hör auf. Das ist eine ernste Sache.“ Blanca schnaubte ihn an, es war jetzt nicht die Zeit zum Spaßen. Und auch die Eltern machten „Bscht.“

Blanca knipste den Stick an und zeigte allen, was sie heute morgen schon gesehen hatte.

Beifall heischend sah sie in die Runde.

Alle stand der Mund offen und niemand wusste etwas zu sagen. Andal stand auf und stellte das Licht wieder an.

„Na das ist ja was. Und jetzt bitte die Geschichte dazu.“

Blanca erzählte von Anfang an. Vom Besuch beim Duke, wie sie zufällig die Tätowierungen am Arm entdeckte, vom Diebstahl des Arms, von den Erpressungen des Direktors und von der Entdeckung heute morgen.

„Und ich hab nicht die leiseste Ahnung, was das alles soll.“ ergänzte sie noch. „Könnt ihr mir bitte helfen?“

Auch Mike hörte zum ersten Mal die erstaunliche Geschichte, wie sie ihren Arm aus dem Vakuum packte, rehydrierte, mit Dukes Hilfe auf einen Drehteller montierte und letztendlich Schwarzlicht Tätowierungen darauf entdeckte. Er erfuhr vom Einbruch, dem Sichten des Bildmaterials und dass sich vermutlich der Museumsdirektor, dieses Schwein, sich den Arm nun auf illegale Weise besorgt hat und ihn vermutlich bald stolz der Allgemeinheit präsentieren würde.

„Und das alles wegen deiner blöden Eve. Wenn sie besser aufgepasst hätte, dann wäre er nicht gestohlen worden.“ meckerte Blanca.

„Was hat denn Eve damit zu tun? Ich wollte schon sagen, wie schade es ist, dass sie heute nicht da ist und all die Neuigkeiten hören kann.“ fragte Gibbi.

„Nun, nachdem der Museumsdirektor gedroht hatte, den Arm zu stehlen, hat der Duke Wachen aufgestellt, damit niemand einbrechen kann. Eve hatte Schicht. Aber sie wollte ja zu euch zum Essen. Sie hat niemanden gefunden, der ihre Schicht übernehmen wollte und hat sich gedacht, wer soll denn schon einen Arm stehlen. Da wird schon nichts passieren und ist einfach gefahren. Niemand hat aufgepasst. Und jetzt ist er weg.“

Andal stubste Gibbi mit dem Ellenbogen in die Rippen und grinste sie an.

„Was macht ihr da. Mit euren Blicken? Könnt ihr mich bitte aufklären? Was gibt’s denn da zu grinsen?“ Blanca verstand schon wieder nichts. Sie wollte nicht verstehen, warum die beiden in dieser tragischen Situation einen Grund zu Grinsen hatten.

„Nun. Meine Eltern suchen noch nach einem kleinen Projekt bevor sie, naja abtreten werden. Und das wäre genau das richtige für sie, wenn ich die Blicke richtig interpretiere.“ Gibbi und Andal nickten eifrig und hielten Händchen.

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„Na dann habt ihr jetzt offiziell ein Projekt. Aber bitte um Diskretion, ich will nicht, dass die ganze Insel davon Wind bekommt. Mir reichen schon die Avancen des Direktors.“

„Ach ja und Mike, bring doch bitte mal das kaputte Radlager oder besser noch, das ganze Motorrad vorbei. Wir werden nun wieder einige Zeit bei unseren alten Freunden, den Wissenschaftlern verbringen, vielleicht hat dort ja jemand eine gute Idee.“

 

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